Das Netzwerk Rettungsdienst

Das Netzwerk Rettungsdienst ist ein Netzwerk für Beschäftigte in Rettungsdiensten und kümmert sich hauptsächlich mit des Arbeitsbedingungen in diesem Dienst.  Das Ziel dieser Internetseite ist die Information über aktuelle Arbeitsbedingungen sowie deren Verbesserung. Jeder, der dies aktiv unterstützt, ist uns willkommen. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist nur aktiven Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaftern möglich. Es ist ein entsprechender Antrag per Registrierung zu stellen. Die Vergabe der Zugangsdaten erfolgt nicht automatisch, sondern wird von Fall zu Fall entschieden.

 
Lange Arbeitszeiten sind gesundheitsschädlich

Am 4. Mai hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eine Studie veröffentlicht. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass lange Arbeitszeiten, insbesondere in Verbindung mit Schichtdienst und belastender Arbeit, besonders gesundheitsschädlich ist. Die Studie kann auf der Seite der BAuA heruntergeladen werden.

 
Tarifauseinandersetzung verdi -DRK Blutspendedienst

Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert unter anderem, dass der BSD West für seine 900 Beschäftigten in Münster, Hagen und Breitscheid den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes übernimmt. "Der Blutspendedienst ist wirtschaftlich sehr gesund", sagt Thomas Meißner, Verdi-Sekretär für das Gesundheitswesen im Münsterland. "Unsere Forderungen sind mehr als berechtigt."

Zudem will Verdi Sonderregelungen für die BSD-Mitarbeiter durchsetzen. Die seien notwendig, "um die Folgen der Tarifkonkurrenz auszugleichen, die der Arbeitgeber mutwillig herbeigeführt" habe. Hintergrund: Seit Anfang 2007 gilt beim BSD parallel ein Tarifvertrag mit den Gewerkschaften DHV und Medsonet, dessen Einstiegsgehälter über denen des Verdi-Vertrages liegen. Jedoch seien große Teile dieser Gehälter dem guten Willen des Arbeitgebers vorbehalten und nicht festgelegt.

Meißner kritisiert, der BSD habe sich damals willfährige Erfüllungsgehilfen ins Haus geholt: "Diese Organisationen sind dafür bekannt, dass sie fast alles unterschreiben, was ihnen Arbeitgeber vorlegen." Nun versuche man, Verdi zur Übernahme der Regelungen mit den kleinen Konkurrenten zu nötigen. Viele davon würden aber zu erheblichen Verschlechterungen für die Mitarbeiter führen. "Dieses Tarifdiktat machen wir nicht mit", erklärt Meißner darum.

Für den BSD dagegen stellt sich der Konflikt ganz anders dar. Verdi scheine "einen Machtkampf ausfechten zu wollen", heißt es in einer Stellungnahme der Geschäftsführung in Hagen. Darin wirft sie der Großgewerkschaft "grobe Fehldarstellungen der tatsächlichen Lage" vor. Verdi strebe im BSD ein Monopol an, das die Mitarbeiter gar nicht wollten: 60 Prozent hätten sich inzwischen für den DHV-Tarif entschieden, nur 30 Prozent für den von Verdi.

Die Ängste vor Lohndiktat seien "vollkommen aus der Luft gegriffen", so die Geschäftsführer Prof. Jürgen Bux und Dr. Helmut Frenzel. Sie fordern die Verdi-Vertreter auf, ihre Blockade aufzugeben und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Thomas Meißner wirft dagegen seinerseits dem Arbeitgeber eine Blockadehaltung vor. Und kündigt an, ein Streik wie zuletzt 2007 sei "unausweichlich", wenn es der BSD darauf anlege.

 
BAG entscheidet - DHV nicht für den Rettungsdienst zuständig

Das Bundesarbeitsgericht hat am 10.2.09 (1 ABR 36/08) die Rechtsbeschwerde des DHV und des DRK Sachsen gegen den Beschluß des LAG Hamburg zurückgewiesen. Dieses hatte beschlossen, daß der DHV nicht für den Rettungsdienst zuständig sei, nur für kaufmännische und verwaltende Berufe. Damit sind die den Rettungsdienst betreffenden Tarifverträge mit der DHV hinfällig.

 

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